Die gesetzliche Erbfolge greift immer dann, wenn kein wirksames Testament oder Erbvertrag besteht. Ehegatten, Kinder und weitere Verwandte erben nach festen Ordnungen. Wer seine Wünsche sichern möchte, sollte frühzeitig eine individuelle Regelung treffen.
Pflichtteilsrecht: Schutzschirm für nahe Angehörige
Auch wenn jemand enterbt wird, kann ein Pflichtteil zustehen. Dieser beträgt in der Regel die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Durch kluge Nachlassplanung lassen sich Konflikte reduzieren und familiäre Beziehungen dauerhaft schützen.
Güterstand und Erbquote: Was Paare wissen sollten
Ob Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung oder Gütergemeinschaft: Der Güterstand beeinflusst die Erbquote des überlebenden Ehegatten erheblich. Eine bewusste Wahl und dokumentierte Vereinbarungen schaffen Transparenz und verhindern spätere Überraschungen.
Testament und Erbvertrag: Formen, Formfehler, Fallstricke
Eigenhändiges vs. notarielles Testament
Ein eigenhändiges Testament muss vollständig handschriftlich verfasst und unterschrieben sein. Ein notarielles Testament bietet zusätzliche Rechtssicherheit und wird amtlich verwahrt. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile, abhängig von Vermögen und Familiensituation.
Berliner Testament: Gemeinsam stark, aber gut durchdacht
Ehegatten setzen sich häufig gegenseitig zu Alleinerben ein und die Kinder zu Schlusserben. Das schafft Sicherheit, kann aber Pflichtteilsansprüche und steuerliche Nachteile auslösen. Sorgfältige Klauseln und Beratung verhindern teure, unerwartete Effekte.
Erbvertrag: Bindend planen, Frieden stiften
Der Erbvertrag ermöglicht verbindliche Absprachen, etwa bei Unternehmensnachfolge oder Patchworkfamilien. Er schafft Verlässlichkeit, verlangt aber notarielle Beurkundung. Einmal geschlossen, ist er nur schwer abänderbar, deshalb sind genaue Ziele und Beratung entscheidend.
Eine gemeinsame geerbte Immobilie kann zur Zerreißprobe werden. Vorkehrungen wie Teilungsanordnungen, Nießbrauch oder Vermächtnisse erleichtern Entscheidungen. Erzählen Sie uns in den Kommentaren, welche Erfahrungen Sie mit Erbengemeinschaften gemacht haben.
Schenkungen nutzen Freibeträge und verteilen Vermögen vorausschauend. Doch Pflichtteilsergänzungsansprüche und Rückforderungsrechte sollten eingeplant werden. Ein realer Leserbericht zeigte, wie gestaffelte Schenkungen innerhalb der Fristen familiären Frieden bewahren konnten.
Konten, Clouds, Krypto-Assets und Abos gehen nicht automatisch über. Eine Liste mit Zugängen, ein Passwort-Manager und klare Anweisungen im Testament helfen Erben enorm. Abonnieren Sie unsere Updates für eine praktische Checkliste zum digitalen Nachlass.
Ehegatten, Kinder und Enkel profitieren von hohen Freibeträgen, während entferntere Verwandte stärker belastet werden. Die korrekte Bewertung von Immobilien und Unternehmen entscheidet häufig über die Steuerhöhe. Frühzeitige Planung zahlt sich aus.
Steuern im Erbfall verstehen und gestalten
Nießbrauch, Vor- und Nacherbschaft oder gezielte Vermächtnisse können Liquidität sichern und Steuern senken. Jeder Fall ist anders, doch transparente Ziele und belastbare Rechnungen führen zu nachhaltigen Entscheidungen, die Familien langfristig entlasten.
Steuern im Erbfall verstehen und gestalten
Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Testamentsvollstreckung
Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmen Sie vertraute Personen, die Sie rechtlich vertreten dürfen. Ohne sie entscheidet ein Gericht über eine Betreuung. Eine passgenaue Formulierung schützt Selbstbestimmung, Vermögen und familiären Frieden nachhaltig.
Stiefkinder erben nicht automatisch. Vermächtnisse, Quoten und klare Bedingungen verhindern Enttäuschungen. In einer persönlichen Geschichte erzählte uns Lara, wie ein fein austariertes Testament Rivalitäten löste und Verbundenheit in der neuen Familie stärkte.
Minderjährige Erben schützen
Wer für Kinder vorsorgt, sollte Testamentsklauseln zu Vormundschaft, Verfügungsbeschränkungen und Ausbildungszielen kennen. Treuhandlösungen und Auflagen geben Orientierung. Abonnieren Sie unsere Beiträge, um Musterformulierungen verantwortungsvoll anzupassen.
Internationales Erbrecht und EU-Verordnung
Bei Wohnsitz im Ausland oder Vermögen in mehreren Ländern entscheidet oft die EU-Erbrechtsverordnung über das anzuwendende Recht. Eine Rechtswahlklausel kann Klarheit schaffen. Teilen Sie Ihre Konstellation anonym, wir beleuchten die typischen Stolpersteine.